Geschichten von Inseln und Meer

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Der Findling am Lobber Ort

von Inseln und Meer...Posted by jeevan 03 Jun, 2016 17:32

Inseln verändern sich. Sturmfluten nagen an ihren Küsten und reissen Land hinweg. Anderswo spült die Strömung Sand und kleine Steine an und lässt neues Land entstehen. So ist auch Rügen in ständiger Veränderung. Sehen kannst Du das zum Beispiel am Lobber Ort.

Lobber Ort ist der Name des kleinen Felsvorsprunges, der unweit des RexRugia Strandresorts ins Meer ragt und als rund 15 Meter hohe Steilküste die kilometerlangen feinen Sandstrände von Lobbe, die im Norden bis Göhren, im Süden bis Thiessow reichen, voneinander trennt. Vor dem Lobber Ort liegt ein besonders grosser Stein im Wasser. Dieser auffällige Findling hat sogar einen eigenen Namen: Zu Ehren des Rügener Heimatforschers, Lehrers und Dichters wird er Fritz-Worm-Stein genannt. Bestimmt wird er Dir sofort auffallen, wenn Du ihn siehst. Wie der Panzer einer riesigen Schildkröte ragt er aus dem Wasser.

Für Urlauber ist der Fritz-Worm-Stein ein besonders beliebtes Fotoobjekt - natürlich besonders dann, wenn ihre Kinder darauf herumklettern. Vielleicht versuchst Du es einmal - sei aber bitte vorsichtig dabei.

Der Fritz-Worm-Stein lag nicht immer im Meer. Bis zum Jahr 1913 lag er oben an der Kante des Steilufers. Die gewaltige Neujahrssturmflut 1913/14 riss Teile des Steilufers ins Meer und liess den rund 46 Tonnen schweren Felsen herabstürzen. Weitere Landverluste in den folgenden Monaten führten dazu, dass er bereits im Sommer 1914 fast 15 Meter vom Ufer entfernt lag. Inzwischen sind es etwa 25 Meter, die den Stein von der zurückweichenden Küste trennen.



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